BIO

Die Leidenschaft der in Berlin lebenden Cellistin, Komponistin, Performerin und Regisseurin Nora Krahl gehört der zeitgenössischen Musik. Sie konzertierte in ganz Europa, USA, dem Nahen Osten und Asien bei internationalen Festivals wie Ruhrtriennale, Klangspuren Schwaz, Münchener Biennale, Bang on a Can Summer Festival (USA), ISEA2010, den Sommerkursen für neue Musik Darmstadt, SICPP (Boston), Next Generation des ZKM oder dem Baghdad International Theater Festival, wo sie mit Musikern wie Lukas Fels, Rohan de Saram, Nickolas Photinos, Steve Drury, Todd Reynolds und Vicky Ray arbeitete. Darüber hinaus arbeitete Nora Krahl mit Komponisten wie Tristan Murail, Helmut Lachenmann, Martin Bresnick, Johannes Kalitzke und Michael Gordon und Ensembles wie Ensemble Resonanz, Reflexion K, Bang on a Can oder Zeitkratzer.

Ein besonderer Focus in ihrer Arbeit liegt auf der akustischen und elektronischen Improvisation. In dem Projekt CHROMATOPHORE sucht sie in der Zusammenarbeit mit der bildenden Künstlerin Sena Basöz (Istanbul) nach Möglichkeiten der Verschmelzung von visuellen und audio Medien.  Sie gründete „The Octopus“, ein Celloquartett für freie Improvisation und „Rabiator“, ein Duo für analog Elektronik mit dem Komponisten Felipe Waller. Nora Krahl tritt in wechselnden Formationen auf, mit Musikern wie Joëlle Léandre, Elliott Sharp, Jon Rose, Frank Gratkowski, Reinhold Friedl, Audrey Chen oder Oguz Büyükberber.

               cropped-Nora-Krahl-2-Vincent-Stefan-e1439934175857.jpgP9080116 KopieNora Krahl vincent StefanNora Krahl

Sie arbeitet als Komponistin, Regisseurin und im Bereich Theater, Musiktheater und Film. 2015 hat sie ihre Solokompositionen „Guerin“ für Cello, Donnerblech und Elektronik und „in between words“ für Cello Solo (im Hamburger Bahnhof, Berlin) uraufgeführt und 2016 Verrine im BKA. In diesem Jahr führte sie Regie in ihrem ersten Musiktheater Werk „Persona non Grata“ in NYC. Nora Krahl arbeitet mit Karin Beier am Schauspielhaus Köln und Hamburg. Weitere Produktionen führten sie an die Columbia University NYC. Sie hat die Musik für den türkischen Dokumentarfilm „Time Worm“ komponiert und mit der Japanischen Tänzerin Aya Irizuki die Werke Static Air und Silk entwickelt. Seit 2015 arbeitet sie mit der Schriftstellerin Ellen Hinsey zusammen.

Nora Krahl erhielt zahlreiche Stipendien. So etwa des DAAD, Ensemble Modern, Allianz Kulturstiftung, des Berliner Senats, des Landes Niedersachsen oder der Paul Sacher Stiftung Basel. Sie erhielt Residenzen in Istanbul, gefördert durch die Kunststiftung NRW und in New York City (Landesregierung NRW).  Nora Krahl studierte an der Folkwang Universität der Künste bei Prof. Alexander Hülshoff. Meisterkurse bei Steven Isserlis, Ralph Kirschbaum, Christoph Richter, Valentin Erben und Enrico Dindo vervollständigten ihre musikalische Ausbildung.

Seit 2009 unterrichtete sie an der Folkwang Universität der Künste Essen. Und gibt Workshops und Meisterkurse zum Thema „das Cello im 20. und 21. Jahrhundert“. So zum Beispiel in der Schweiz (Diving into New Music) an der Bogazici Üniversitesi und am MIAM dem graduierten Institut der ITÜ Istanbul.

Nora Krahl spielt ein Cello von Ragnar Hayn